freelancer~Stammtisch Nachlese Februar 2010
Liebe Leute,
unser Stammtisch am vergangenen Freitag war mit cirka 25 Personen ungewöhnlich gut besucht! Hat es an dem spannenden Thema gelegen oder daran, dass wir länger keinen Stammtisch mehr hatten? Oder an Beidem?
Frank Borsch hat uns mit seinem Vortrag in die Welt der Groschenhefte entführt. Mit etwa 10 weiteren Stammautoren schreibt er Folgen der Perry Rhodan Serie. Jede Woche erscheint eine neue Episode, an Kiosken zu erwerben, das Heft der letzten Woche, „Der Weg des Vatrox“, Heft Nr. 2529, war zufällig von ihm. Bei einer Schreibdauer von vier bis sechs Wochen ist klar, dass dauernd mehrere Autoren gleichzeitig an verschiedenen Folgen arbeiten. Das setzt eine gute Koordination voraus: Ein Handlungsstrang in Form eines Exposés, das der Verlag (sitzt in Rastatt, nicht etwa in den USA oder so) vorgibt, dient den Autoren als Gerüst, das sie dann mit ihrer kreativen Phantasie füllen, um diese Geschichte der fernen Zukunft, die vor rund 50 Jahren gestartet ist, fortzusetzen. 50 Jahre sind keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, dass im Laufe der Zeit die meisten Heftchenromane eingegangen sind, da sie sich gegen die Konkurrenz anderweitiger Unterhaltungsindustrie nicht haben behaupten können. Mit einer Leserschaft von etwa 100.000 pro Heft, einer Fangemeinde, die per Internetplatform miteinander in Kontakt steht, einer Perrypedia mit an die 20.000 Einträgen hat Perry Rhodan hingegen keine Existenzsorgen. Frank, von Haus aus Anglist, schätzt an diesem Job, dass er seitens des Verlags außer der großen Linie wenig Einengung erfährt und sehr frei schreiben kann, sowie die Regelmäßigkeit der Auftragslage. Persönlich schreibt er allerdings lieber science fiction, die zeitlich viel enger an unserer heutigen Lebenswelt dran ist, science fiction also mit Gegenwartsbezug, die nicht reine Phantasie ist.
Nach der Trockenübung, die an sich schon sehr spannend und unterhaltsam war, wurden wir noch mit Perry-Rhodan-Hörbüchern und –Heften, natürlich auch Nr. 2529 beschenkt. Im Namen aller nochmals herzlichen Dank an Frank.
Viele Grüße
Anna
