freelancer~Stammtisch Nachlese Oktober 2009

Liebe Leute,

insgesamt 15 Personen haben unseren Oktoberstammtisch am vergangenen Freitag im E-Werkrestaurant besucht. Im Mittelpunkt des Abends stand Alexander Stoffels Vortrag über seine Fachrichtung und sein Berufsfeld „Industriedesign“: Voraussetzung für Design ist wie für klassische Kunstrichtungen auch, dass man sich mit dem Sehen selbst auseinandersetzt bzw. es überhaupt erst lernt. Design ist eine bestimmte Annäherung an Licht und Form, die bereits im 18. und 19. Jahrhundert von Malern und Kunsthandwerkern in die Wege geleitet worden ist.
Es ist heute Marketinginstrument: Ein Gegenstand soll eine ansprechende Form erhalten, die mit seinem eigentlichen Zweck in Einklang steht. Dazu muss der Designer den Zweck erst einmal genau kennen, darüber hinaus die Eigenschaften des zur Produktion zu verwendenden Materials sowie die Produktionsabläufe selbst, denn die müssen auch noch funktionieren. Alles in Allem eine sehr vielseitige Tüftelarbeit, eine Mischung aus Kunst- und Sachverstand sowie Leidenschaft, was Alexander besonders an seinem Beruf reizt.
Im Gegensatz zu Konsumgüterdesign, wo es sehr um Modeerscheinungen oder überhaupt nur um flüchtiges Styling geht, empfindet Alexander seinen Bereich, das Designen von Investitionsgütern, als die ehrlichere Kunst. Sein nur für eine halbe Stunde geplanter Vortrag war so prall gefüllt mit schlüssigem Bildmaterial und Objekten aus seiner eigenen Produktion, dass dann doch in Null Komma Nix eine Stunde rum war. Und dann ging es weiter mit Fragen, dass zum Schluss seine zwischenrein servierten Spaghettis nur noch lauwarm waren.

Noch einmal vielen Dank an Alexander und
viele Grüße von Anna