freelancer~Stammtisch Nachlese November 2010
Liebe Leute,
da war schwer was los, rund um unser Thema Ordnung. Das spucknapfgroße Nebenzimmer des Grünhofs war mit cirka 25 TeilnehmerInnen brechend voll, wir saßen nicht nur auf Stühlen, sondern auch auf Tischen, bzw. überhaupt nicht, weil es nur noch Stehplätze gab. In dieses turbulent-ungeordnete Ambiente griff Frau Stork, die Ordnungspäpstin, via Film ein. Sie beeindruckte uns mit ihrer rigorosen Art, quasi republikweit vollgestopfte Schubladen umzukrempeln, Rollcontainer aus Büros hinaus zu bugsieren, ganze Bürolandschaften der Ablage P zu unterziehen, um danach ihr System A - P - Dok einzuführen.
Wolfgang Zimmermann, unser erster leibhaftiger Referent, hatte seine Offenburger Werbeagentur einer Stork-Behandlung unterzogen. Sein Fazit: Es war eine Wohltat für die Betriebsabläufe. Das einfache Schema Administration (also Verwaltung des Geldes und der Arbeitsabläufe) - Projekte (also der Bereich, in dem Geld verdient wird) - Dokumentation (also das Wissen rund um die beruflichen Abläufe) ist fast universell gültig, zu 95 % auf alle Firmen zu übertragen, lediglich 5% Spielraum ist nötig für individuelle Anpassungen.
Ulrike Walter von der Firma "Land-Sehen", Freiburger Ordnungsspezialistin, outete sich auch als Stork-Schülerin, verknüpft die Methode aber mit japanischer Lebensweisheit der Kaizen-Philosophie. Ihr Credo: Sich nicht von Vornherein überfordern und damit die Misserfolgserlebnisse vorprogrammieren, sondern das Thema in kleinen Schritten angehen und einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterziehen. Starten, indem man ein Ziel formuliert, sich den ersten physischen Schritt darauf hin zu überlegen, ihn dann tun, wie z.B. ein erstes Telefonat, und dann einen persönlichen "flight plan" für dieses Ziel aufstellen.
Bei knappem Sauerstoff, durch Beamer und Rechner zusätzlich aufgeheizten Temperaturen, brannte das Thema den Anwesenden trotzdem so unter den Nägeln, dass eine ausführliche Diskussion entstand. Fast wurde die Zeit zum Essen danach zu knapp.
Vor lauter Aufregung haben dann doch einige vergessen, ihre Getränke zu zahlen. Ich schicke noch ein E-Mail rum mit der entsprechenden Bankverbindung, um das nachzuholen, sowie mit den Getränken, um die es sich handelt.
Ein schönes Restwochenende wünscht Euch
Anna
